
Lauschen und balancieren, auf Sand bauen und sich verstecken – der Spielplatz am Waldesrand beim Restaurant «Alter Bären» (311) lädt Kinder aller Altersstufen zum heiteren Verweilen ein. Auf dem Baumwipfellehrpfad sieht man die Welt von oben und saust in rasantem Tempo die Rutsche runter.

Klöppelspitzen sind eine Art Flechtwerk aus Fäden, die auf besonderen Spulen, den Klöppeln, aufgewickelt sind. Die Fäden werden untereinander gekreuzt.

Schwer sind die einzelnen Biberschwanzziegel, doch halten sie ein Dach über viele Jahre dicht. Lege selber Hand an und decke unsere Häuschen neu. Teste mit der Spritzkanne, ob dein Dach dicht ist.

Hier darf nicht nur berührt, sondern auch aktiv mitgemacht werden, das ganze Haus steht zum Entdecken offen. Je nach Tag können Sie unter fachkundiger Anleitung Strohflechten, Werken oder gar Sackdrucken.

In der dunklen Küche des Bauernhauses aus Madiswil BE (321) haben Bauersfrauen täglich Essen zubereitet. Sie standen viele Stunden an der niedrigen Herdstelle im Rauch – ein Alltag, den wir uns nur noch schwer vorstellen können. Der Rauch des Herdfeuers diente dazu, Würste, Speck und andere Fleischstücke haltbar zu machen. Heute hängen unter der Decke Würste im Rauch, die Sie im «Hausgemachten» erhalten.

Eigenes Brot zu backen war in früheren Zeiten von grösster Wichtigkeit, um die Ernährung zu sichern. Die Bäuerinnen backten ihr Brot in den Backhäusern, die oft im Besitz der Gemeinde waren. In der Backstube im Stöckli aus Detligen/Radelfingen (333) heizen die Bäckerinnen und Bäcker des Museums jeden Tag frühmorgens den Holzofen ein.

Es gibt viel zu tun im Käsespeicher. Packen Sie mit an und lagern Sie die Käselaibe um. Unsere kleinen Gäste können mit dem Räf eine «Wedele» auf dem Rücken transportieren. Kleider, wie man sie vor 100 Jahren getragen hat, laden zum Anprobieren ein.

Es brennt! Beim Brandboden können Sie Feuerwehr spielen. Wenn der Eimer mit Wasser gefüllt ist, wird die Handspritze zur Hilfe genommen. Mit aller Kraft soll genug Wasser gepumpt werden, um das Feuer zu löschen. Der Brand ist erst besiegt, wenn das Glöckchen klingelt.

Welche Präzision und Fingerfertigkeit beim Schindelmachen gefragt ist, wird auf dem Brandboden gezeigt, wenn die Schindelmacher des Museums am Werk sind.

Unsere kleinsten Gäste gestalten den Ballenberg nach ihren eigenen Vorstellungen – Magnetspiel sei Dank!

Im Bauernhaus aus Villars-Bramard VD (531) wird gekocht, wie es die Bauersfrauen früher täglich taten. Kommen Sie vorbei und versuchen Sie einen Happen.

Die Sattlerei war neben Schmiede und Wagnerei ein wichtiger ländlicher Gewerbebetrieb. Die Sattler fertigten Zaumzeuge, Riemen, Sättel und Geschirr für den Einsatz vor dem Wagen. In der Werkstatt im Haus aus Lancy GE (551) sind die Sattler aktiv. Oft zeigen sie kleinere Arbeiten, wie man Schnallen in Leder einnäht oder bei einem Gurt das Leder schnitzt.

Bereits die alten Ägypter stellten Leim aus Knochen her und seit dem Mittelalter wurde auch in unseren Breitengraden Leim verwendet. Die Anwendungen waren vielfältig: Von der Papier- und Bücheranfertigung über die künstlerische Malerei bis hin zum Geigenbau. Auf dem Ballenberg wird heute demonstriert, wie man durch Auskochen von tierischen Knochen Klebstoff herstellt.

Im Untergeschoss des Kornspeichers Wellhausen (622) verweilen Sie mit den Spielsachen Ihrer Vorfahren. Sie können Stelzen laufen, Steckenpferd reiten, Kinderbücher anschauen, Bauklötze auftürmen, Stoffpuppen kleiden und Ringe werfen - wer kennt die alten Spiele noch und hat Lust, sie auszuprobieren?

Im Wohnhaus aus Blatten VS (1111) und im Bauernhaus aus Wila ZH (641) werden regelmässig Flachs und Wolle zu Faden versponnen. Geduld und geschickte Hände sind beim Verspinnen von pflanzlichen Fasern oder Tierhaar gefragt. Spinnen ist Fleissarbeit. Manchmal kommt man aber auch in geselligen Gruppen zusammen, um während des Spinnens miteinander zu schwatzen.

In diesem Haus fühlen sich auch Fledermäuse wohl. Beobachten Sie durch die Webcam die Schlafstube einer Kolonie und lernen Sie die Eigenarten der nachtaktiven Tiere kennen. Kinder wechseln spielerisch die Perspektive und finden heraus, wie eine Fledermaus die Welt sieht.

Wie spinnt sich der Maulbeerspinner in den kostbaren Seidenkokon ein? Erfahren Sie, wie mit dem hauchdünnen Seidenfaden, der bis zu drei Kilometer lang ist, ein Kokon entsteht.

Die Hobbywerkstatt im Wohnhaus aus Matten BE (1021) lädt zum Selbermachen ein.
Mit dem Handhobel bearbeiten Sie Holzoberflächen, Fugen und Kanten. An der Werkbank kann dieses Werkzeug ausprobiert und der Span mitgenommen werden. Gefundene, übrig gebliebene und zur Wiederverwertung gesammelte Materialien liegen ebenfalls zum kreativen Werken bereit.

Im Haus aus Unterseen BE (1051) befindet sich eine kleine Töpferei, wie man sie früher in den Dörfern angetroffen hat. Vom Drehen an der Scheibe über das Vorbrennen (Schrühbrand) und den Glasurbrand bis zum Bemalen mit Engobe sind im Ballenberg viele Arbeitsschritte zu sehen. Die Töpferwaren können auch in der Töpferei selber gekauft werden.

Ein regelmässiges, leicht klingendes Hämmern ist schon von weitem zu hören, wenn man sich der Schmiede aus Bümpliz BE (1052) nähert. Oft finden in der alten Dorfschmiede auch Kurse des Kurszentrums Ballenberg statt. Schauen Sie unseren Schmieden bei ihrem kraftvollen Handwerk über die Schultern.

Regelmässig sitzen Weberinnen am 200-jährigen Webstuhl und lassen die Schiffchen über den Zettel gleiten. Wo gewoben wird, sind auch handgewobene Produkte erhältlich. Zum Beispiel die legendären Znüni- oder Brotsäcke mit Haslitaler Muster oder eben Handtücher und Kirschsteinsäcke aus Leinen.

Im Alltag der ländlichen Bevölkerung spielte in früherer Zeit das Brot und damit natürlich auch das Mehl eine zentrale Rolle. Heute zeugen die raffinierten alten Mühlen mit Wasserrad von dieser Zeit. Wie das Mahlen vor sich ging, lässt sich im Freilichtmuseum Ballenberg in der Mühle aus Törbel VS (1121) nachvollziehen. Es handelt sich um eine Stockmühle mit liegendem Wasserrad.

Hier können Sie testen, ob es Ihnen gelingt, eine Holzkuh zu melken. Binden Sie den Melkstuhl um und arbeiten Sie vorsichtig, nur so wird der Kübel voll.

In der Käserei auf dem Ballenberg herrscht fast täglich Betrieb. Im Haus 1361, der Alpkäserei aus Kandersteg BE, sind nicht nur die verschiedenen Geräte zu sehen, die es zum Käsen braucht, hier kann man auch den Prozess des Käsens 1:1 mitverfolgen.

Ein kleiner Ausschnitt unserer reichen Bergkultur wird hier greifbar. Steigen Sie in Schwinghosen, lernen Sie den Betruf kennen, kleiden Sie sich wie vor 100 Jahren oder transportieren Sie Käse mit dem Räf. Ein Vergnügen für Jung und Alt.

Am Tisch in der alten Wohn- und Schlafstube geht es gesellig zu und her. Setzen Sie sich dazu, Kaffee und Tee steht für Sie bereit.

Die Stampfanlage der Knochenstampfe aus Knonau ZH (692) besteht fast komplett aus Gusseisen. Das Wasserrad dreht eine Welle mit acht Metallarmen. Sie heben die schweren Eisenstössel an, die mit ihrem eigenen Gewicht auf die ausgekochten Knochen fallen. Die Schläge im Sekundentakt zermalmen die ausgekochten Knochen, bis in den Eisentrögen nur noch Mehl bleibt.

Von weitem ist das laute Schnaufen der Säge aus Rafz ZH (691) zu hören. Fast täglich ertönt der gleichmässige Rhythmus, wenn die Säger des Freilichtmuseums Ballenberg die Säge in Betrieb nehmen und nach alter Manier sägen. Ein Spektakel für sich ist der Antrieb. Die Energie liefert ein oberschlächtiges Wasserrad, dabei fliesst das Wasser aus dem Kanal oben auf das Rad, stürzt vorn auf die Radkästen und setzt das Rad in Bewegung. In mehreren Schritten, über riesige Kammräder und Transmissionsriemen wird die Energie bis auf das Sägegatter übertragen.


In unserem Tagesplan veröffentlichen wir laufend die Aktivitäten der Saison. Der Plan wird monatlich aktualisiert. Schauen Sie also immer mal wieder vorbei.